Jan 15

Fotografieren mit natürlichem Licht

Wie fotografiere ich mit natürlichem Licht?

 

In meinem vorherigen Beitrag ging es um das Thema Wie bekomme ich den Hintergrund unscharf? 
Der heutige Beitrag dreht sich ganz um das Thema Licht.
Tagtäglich sehen wir es in verschiedenen Situationen, am Tag, in der Nacht, bei Sonne, mit Wolken und auch beim Schnee.
Hier unterscheiden wir zwischen natürlichem und künstlichem Licht.

In der Fotografie spielt es die Hauptrolle. Schon alleine durch das Verständnis von Licht und Schatten kann man viel erreichen und Fotos in gewisse Richtungen lenken.

Früher, in unserer Kindheit wurden wir für Fotos immer direkt zur Sonne gedreht, man wird geblendet und kneift die Augen zu.
Der Grundgedanken ist richtig, für ein Foto braucht man nun mal Licht.
Wie also solltest Du es am besten einsetzen?

 

OUTDOOR

Draußen habt ihr tagsüber so gut wie immer Licht zur Verfügung.
Verschiedene Wetterbedingungen bieten verschiedene Arten davon.

Wolken

Wolken am Himmel sind super für die Fotografie. Durch die Wolken wird das Licht ganz sanft überall und gleichmäßig verteilt.
Die Schatten fallen weicher und das Gesicht wird optimal beleuchtet. Sobald das Gesicht ein wenig in Richtung Himmel gehoben wird, bekommt man noch mehr Beleuchtung.
Versucht euer nächstes Shooting einmal bei einem wolkenbedeckten Himmel zu machen.

 

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Foto: Ann – Luise Schmidt

Starker Sonnenschein

Ist alles sehr stark erhellt von der hoch stehenden Sonne, sucht euch einen schattigen Platz oder schafft euch selbst Schatten, zum Beispiel mit einem Reflektor.
Schatten wirken so ähnlich wie ein wolkenbedeckter Himmel und spenden eine tolle Beleuchtung, ohne starke Schatten.
Dadurch, dass es durch die Sonne an sich recht hell ist, wird es auch an schattigen Orten noch genug Licht geben und dieses eignet sich wunderbar für Fotos.
Geht dafür in eine Seitenstraße, unter einen Baum, unter ein Vordach, seid kreativ, Schatten lassen sich immer finden.
Sollte sich kein Schatten finden, versucht, dass die Person, die ihr fotografiert, die Sonne im Rücken hat.

Foto: Gina Louisa und Felix Licht

Tief stehende Sonne

Am Abend und am Morgen steht die Sonne noch recht tief und wirft sehr lange Schatten.
Diese Gelegenheit könnt ihr nutzen, um im Gegenlicht zu fotografieren.
Stellt die Person so, dass ihr in die Sonne schaut und die Sonne von links/rechts ins Bild scheint. Bei einem zu dunklen Gesicht, hellt ihr das am besten mit einem Reflektor auf.
Solltet ihr Schwierigkeiten beim Fokussieren bekommen, ist hier noch ein sehr nützlicher TIPP:
Schaut durch den Sucher, haltet eine Hand vor euer Objektiv, an die Stelle, an der Sonne reinscheint, dann fokussiert, nehmt die Hand wieder weg und drückt den Auslöser nun ganz durch.

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Foto: Male Model Felix Licht

Schnee

Der Schnee stellt, dadurch, dass er weiß ist, einen tollen natürlichen Reflektor dar. So bekommt die fotografierte Person von unten noch einmal extra Licht, was auch einen schönen Reflex in den Augen hervorruft.
Sollte das Licht zu stark sein, blendet ihr es auch hier mit einem Reflektor ab oder sucht einen Platz, an dem nicht ganz so viel Schnee liegt.

Reflektor

Ja, der Reflektor ist keine Lichtsituation, da habt ihr Recht, er kann jedoch super in jedem Licht eingesetzt werden.
Ich habe bei jedem Shooting einen Reflektor mit dabei, so, dass er immer griffbereit ist, falls ich ihn brauche.
Mit dem Reflektor kann man das Licht lenken, so, dass auch die Person vor der Kamera noch hell ist, wenn sie im Gegenlicht steht.
Auch zum Abhalten von Licht kann er super genutzt werden.
Zum Einsatz mit dem Reflektor mache ich euch noch einen eigenen Beitrag fertig.

 

INDOOR

Sollte es doch einmal sehr stark regnen oder es ist einfach ein Shooting daheim gewünscht, nutze ich das Tageslicht indoor.

Fenster

Hier suchst Du Dir den hellsten Raum, was meistens der Raum mit den größten Fenstern ist.
Fensterlicht eignet sich hervorragend zum Fotografieren in Räumlichkeiten.
Stellt euch selbst mit dem Rücken zum Fenster und platziert die Person, die ihr ablichten wollt vor euch, so wird sie ausreichend beleuchtet.
Hier kann auch super mit Gardinen experimentiert werden, um das Licht noch weicher werden zu lassen.

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Genauso könnt ihr das Licht auch als Gegenlicht nutzen, indem ihr in Richtung Fenster schaut und die andere Person davorsteht, das erzeugt auch einen wundervollen Effekt.

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Stellt euch auch mal draußen auf den Balkon und fotografiert durch die Scheibe in den Raum, platziert die andere Person vor euch in dem Raum.

Es sieht auch super aus, wenn die Person auf der Fensterbank stitzt.

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Foto: Lea Martine

Schaut euch um, jeden Tag, an jedem Ort und betrachtet das Licht, wie es fällt, wie fallen die Schatten und welche Wirkung wird dadurch erzielt.

Versucht es einmal selbst.

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2 Comments:

  1. Gert
    Januar 19, 2016
    Reply

    Hi Yvonne,
    ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf deine Seite gestossen bin – aber ich finde deine Portraits wirklich wunderschön! Und große Hochachtung dafür, dass du als Autodidaktin dir alles selber beigebracht hast – und nun auch noch anderen etwas beibringen kannst!
    Ich gebe in Nürnberg an der VHS und Privat Kurse – weil es mir Spaß macht, Menschen die Fotografie näher zu bringen. Insofern betrachte ich dich als Freundin im Geiste 😉
    Die und deinen Lieben alles Gute und immer das richtige Licht – liebe Grüße, Gert!

    • Yvonne Tunger
      Januar 19, 2016
      Reply

      Ganz lieben Dank für das Kompliment zu meinen Fotos. =)

      Dir auch alles Gute.

      Liebe Grüße
      Yvonne


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